Geschichte

Im Jahre 1281 wird Wesselburen erstmals urkundlich erwähnt. Das Dokument ist eine Art Zusicherung friedlicher Absichten zwischen Dithmarschern und Hamburgern, die sich durch das Kapern von Schiffen gegenseitig das Leben schwer machten.

Es wäre aber falsch, daraus zu schließen, dass der Ort erst um 1200 entstanden ist. Schon um 900 n. Chr. wurde in und um Wesselburen gesiedelt. Bauern und Fischer errichteten ihre Behausungen auf Warften, um sich vor den Fluten der Nordsee zu schützen. Um 1000 n. Chr. entstand der erste Ringdeich um Wesselburen.

Nach Verlust der Eigenständigkeit der Bauernrepublik Dithmarschen im Jahre 1559 blühte Wesselburen auf. 1590 zählte der Ort bereits 600 Einwohner. Der Geschichtsschreiber Neocorus nennt den Ort „einen herrlichen prächtigen Flecken”. Am 6. August 1736 zerstört ein großer Brand rund ein Drittel des Ortes. Der Brand, der durch unvorsichtig weggeschüttete glühende Asche in der Österstraße entstand, legte 127 Gebäude in Schutt und Asche. Wesselburen erholte sich von dieser Katastrophe nur sehr langsam wieder. Mit dem Anschluss an das überörtliche Straßennetz und dem Bau der Landstraße nach Heide begann dann 1860 Wesselburens Eintritt in die „neue Zeit” und das Aufblühen des Ortes durch die fortschreitende Industrialisierung, die schließlich 1899 durch die Verleihung der Stadtrechte ihre Würdigung erhielt.

  • 1899-1901 v. Borke
  • 1901-1919 Dohrn
  • 1919-1921 Block
  • 1921-1933 Hauffe
  • 1933-1937 Herwig
  • 1937-1945 Thöming
  • 1945-1946 Dehn
  • 1946-1948 Niebuhr
  • 1948-1950 Schilicke
  • 1950-1974 Wernecke
  • 1974-1986 Schuldt
  • 1986-2010 Fenske
  • 1281: Erste urkundliche Erwähnung in einem Vertrag zwischen dem Land Dithmarschen und Stadt Hamburg.
  • 1625: Beginn der Abhaltung von Märkten.
  • 1636: Gründung der ersten Apotheke im Ort (1665 gekauft von Friedrich Jacob Merck, Stammvater der pharmazeutischen Werke E. Merck, Darmstadt).
  • 1648 erscheint der Stadtplan von Johann Mejer, der deutlich die noch heute vorhandene Straßenführung im Stadtkern zeigt.
  • 1736: Am 6. August vernichtet ein Stadtbrand die Kirche und weitere 126 Gebäude und damit rd. ein Drittel des Ortes.
  • 1738 wird die neue St.-Bartholomäus-Kirche am 17. Juni eingeweiht.
  • 1813: Friedrich Hebbel wird am 18. März geboren.
  • 1842: Gründung des Männergesangsvereins „Euphonia”
  • 1865: Julius Groth gründet die Zeitung „Dithmarscher Bote”.
  • 1868: Einrichtung des Amtsgerichtes.
  • 1869 wird die erste Rübenzuckerfabrik in Schleswig-Holstein gebaut. In ihr arbeiten bis zu 360 Arbeiter.
  • 1872 wird die Landhandelsfirma Stöfen gegründet.
  • 1876: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.
  • 1878: Am 19. Oktober befährt der erste Personenzug die neue Bahnstrecke Heide-Wesselburen.
  • 1883: Die Verlängerung der Bahnstrecke bis Büsum wird eingeweiht.
  • 1886: Als Folge des Anstiegs der Bevölkerung durch den Zuzug von Arbeitskräften der Zuckerfabrik wird die Hebbelschule in der Dohrnstraße als Grundschule errichtet.
  • 1893: Die Stadt errichtet als erster Ort in der Provinz ein Elektrizitätswerk und schafft damit die Voraussetzung für weitere Entwicklungsmöglichkeiten.
  • 1895 wird der 1832 angelegte Friedhof an der Dohrnstraße erweitert.
  • 1898: Einrichtung des Fernsprechverkehrs durch die Reichspost mit 2 Anschlüssen.
  • 1899: Die nach dem Steuerklassen-Wahlsystem gewählte erste Stadtverordnetenversammlung besteht aus zwei Ratmännern (= Stadträte) und acht weiteren Stadtverordneten. Als erster Bürgermeister wird unter 46 Bewerbungen am 05. September v. Borke in Urwahl gewählt. Am 16. Oktober beginnt die Stadtverwaltung ihre Arbeit.
  • 1901 Gründung des Boßelvereins „Achtung Wesselburen”.
  • 1904: Beginn des Baues der Oberflächenkanalisation für die Straßen.
  • 1905: Erweiterung des Krankenhauses.
  • 1908: Stilllegung der Zuckerfabrik.
  • 1911: Am 18. März wird das Hebbel-Museum mit 550 Exponaten im Hebbelhaus gegründet.
  • 1912 wird die Mittelschule gegründet und in der Grundschule Dohrnstraße untergebracht. Die noch heute benutzte Turnhalle wird neu errichtet.
  • 1913: Der erste Spiel- und Sportplatz wird am heutigen Bürgermeister-Hauffe-Weg angelegt.
  • 1915: Beginn der Sauerkrautproduktion in der alten Zuckerfabrik.
  • 1922: Einführung der ersten geordneten Müllabfuhr.
  • 1925: Zwischen Heide und Wesselburen wird eine Autobuslinie eingerichtet.
  • Das Krankenhaus der Stadt und der Kirchspiels wird auf 30 Betten erweitert.
  • 1926: Am 03. September findet die erste Vorstandssitzung der Hebbelgemeinde (Hebbel-Gesellschaft) statt.
  • 1933: Errichtung des Feuerwehrgerätehauses in der alten Meierei.
  • 1936: Nach dem Bau des Wasserturmes wird Wesselburen an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen.
  • 1945: Die Einwohnerzahl beträgt rd. 2.800. Sie steigt bis 1949 auf über 5.000 an.
  • 1948: Der erste Kindergarten in der Teichstraße (jetzt Büsumer Straße) wird eröffnet.
  • 1952: Die Realschule erhält an der Schülper Chaussee ein eigenes Gebäude
  • 1959: Der „Wesselburener Marschbote” stellt sein Erscheinen ein.
  • 1962: Am 16. Februar tobt an der schl.-holst. Nordseeküste eine der schwersten Sturmfluten der Geschichte.
  • Es wird mit dem Bau der Vollkanalisation begonnen. Gleichzeitig beginnt die Erdverkabelung des elektrischen Ortsnetzes.
  • 1963: Am 11. Mai wird durch Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde die Patenschaft für die Stadt Daber/Pommern begründet.
  • 1964: Es entsteht das neue Wohngebiet Wiskenweg und Breslauer/Schlesier Straße. Im Herbst wird das neue Klärwerk in Betrieb genommen.
  • 1969: Das städt. Elektrizitätswerk wird an die Schleswag AG verkauft.
  • Auf dem Klingberg entsteht das neue Gemeindehaus der St. Bartholomäus-Kirchengemeinde mit angeschlossenem Kindergarten.
  • 1970: Das Wesselburener Amtsgericht wird am 31. Dezember geschlossen.
  • 1971: Am Vogelstanger Weg wird eine neue Friedhofskapelle errichtet.
  • 1973: Die Stadt eröffnet das beheizte Freibad.
  • 1974: Die Stadt vereinbart mit der Gemeinde Wesselburenerkoog die Einrichtung und Unterhaltung eines gemeinsamen Badestrandes südlich der Eiderabdämmung.
  • 1975: Bebauung des Wohngebietes Eiderstedter/Föhrer/Amrumer und Nordstrander Straße.
  • Zur gemeinsamen Trägerschaft der Grundschule, Hauptschule und Schule für Lernbehinderte wird zwischen der Stadt und Gemeinden des Amtes Kirchspielslandgemeinde der Schulverband Wesselburen gegründet.
  • 1976: Die neue Hauptschule und die Sporthalle im Schulzentrum Dohrnstraße werden eingeweiht.
  • 1979: Das Krankenhaus der Stadt und des Amtes Kirchspielslandgemeinde wird geschlossen.
  • 1981: Der Tennisverein baut die ersten beiden Tennisplätze auf dem neuen Sportgelände am Neuenkirchener Weg.
  • 1983: Die Stadt vergibt ab 01.11. erstmals das „Hebbelstipendium” an Herrn Martin Langner aus Berlin.
  • 1984: Wesselburen wird an das Erdgasnetz der Schleswag AG angeschlossen.
  • 1986: Die Sanierungssatzung für das Gebiet „Innenstadt” wird beschlossen. Ziel ist die Erhaltung der gewachsenen Strukturen des innerstädtischen Bereiches.
  • 1989: Die Stadt beschließt die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Freizeit- und Sportgelände/Campingplatz am Neuenkirchener Weg.
  • 1991: Die Trägerschaft der städt. Realschule geht auf den Schulverband Wesselburen über.
  • Der Seniorenbeirat wird gegründet.
  • 1993: Die Stadt, die Gemeinden des Amtes Kirchspielslandgemeinde Wesselburen und die Vermieterinnen und Vermieter gründen den Fremdenverkehrsverein Wesselburen und Umland e. V.
  • Sprengung des Wasserturms.
  • 1994: Es beginnt die Bebauung in den Neubaugebieten Reimersche Weiden zwischen Büsumer Straße und Todtenhemmer Weg und in der Wulf-Isebrand-Straße/Wibe-Junge-Weg.
  • 1995: In dem bisherigen Wasserturmpark wird das Seniorenzentrum in der Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes nach jahrzehntelangen Planungen eingeweiht.
  • Die Sauerkraut- und Feinkostfabrik Philipp wird geschlossen.
  • 1998: Die Post schließt ihr Amt und wird als Agentur in einem Supermarkt weitergeführt.
  • Der erste Kinder- und Jugendbeirat der Stadt wird gegründet.
  • 1999: Umzug der Freiwilligen Feuerwehr in das neue Gerätehaus an der Büsumer Straße.
  • Stadtfest zum 100-jährigen Bestehen der Stadt Wesselburen.
  • 2002 Mit der Gründung des Fördervereins Kohlosseum e. V. beginnt der Umbau eines Teiles der historischen Sauerkrautfabrik zum Kohlosseum mit Krautwerkstatt, Museum und einem Infozentrum „Kohl”
  • 2004: Die Stadt überträgt die Aufgabe der Abwasserbeseitigung und das Klärwerk auf den Wasserverband Norderdithmarschen in Heide.
  • 2006: Die Stadt beschließt den Fusionsvertrag mit den Ämtern Kirchspielslandgemeinden Büsum und Wesselburen zur Bildung des neuen Amtes Büsum-Wesselburen mit Übertragung der Verwaltungsgeschäfte auf die amtsangehörige Gemeinde Büsum zur Kommunalwahl 2008.
  • Am 1.5.2010 tritt Katrin Schulz das Amt der ersten ehrenamtlichen Bürgermeisterin der Stadt Wesselburen an.
  • 2013: Die Stadt beschließt die Beteiligung am Senioren- und Bürgerzentrum und macht den Weg frei für ein Leuchtturmprojekt für betreutes Wohnen, dass in ganz Deutschland Beachtung findet.
  • 2015: Nachdem man sich auf politischer Ebene nicht auf einen gemeinsamen Schulstandort im Amt Büsum-Wesselburen einigen konnte wird der alte Schulverband Wesselburen wieder zum Leben erweckt. Eine der ersten Beschlüsse ist ein Neu- und Umbau der Friedrich-Hebbel-Schule mit einem Auftragsvolumen von über 16 Mio Euro.
  • Am 15.07.2015 beschließt die Stadt, die Figuren des städtischen Wappens auch als Flagge zu führen und diese in die offizielle Wappenrolle Schleswig-Holsteins eintragen zu lassen.
  • Mai 2016 Eröffnung des Senioren- und Bürgerzentrums (SuB)
  • 2017: Am 1. August wird aus der Friedrich-Hebbel-Schule Wesselburen und dem Gemeinschaftsschulteil der Eiderlandschule Hennstedt die Eider-Nordsee-Schule, Gemeinschaftsschule des Schulverbandes Wesselburen. Die Standorte sind in Wesselburen und Hennstedt.